Flugmarathon im April: 24 Katzen aus Gran Canaria finden ihr Zuhause in Deutschland

Der April war für uns ein Monat, den wir so schnell nicht vergessen werden. Mit unglaublichen 24 Katzen, die von Gran Canaria nach Deutschland reisen durften, haben wir einen echten Meilenstein erreicht. So viele Tierschutzkatzen aus Gran Canaria konnten wir noch nie in nur einem Monat in ihr neues Leben begleiten.

Hinter jeder einzelnen dieser Katzen steckt eine Geschichte – von Hoffnung, von Rettung und von der Chance auf ein liebevolles Zuhause. Und genau diese Chance durften wir im April so vielen Samtpfoten schenken wie noch nie zuvor.

24 CanariGatos und ihr Weg ins Glück

Salty & Pepper

Salty und Pepper hatten keinen leichten Start: Die beiden Kitten wurden allein nahe einer Katzenkolonie gefunden, laut nach Hilfe rufend und auf der Suche nach Fürsorge. Von ihrer Mutter fehlte jede Spur. Zum Glück wurden sie rechtzeitig gesichert und liebevoll auf einer Pflegestelle versorgt. In ihrem Zuhause fühlen sie sich schon richtig wohl und kuscheln gerne mit ihrer neuen Mama.

Annie, Amy und Fanny-Betty

Die zarte Schildpattkätzin Anni hat in ihrem jungen Leben schon viel durchgemacht. Ihr rechtes Auge musste entfernt werden, und auch seelisch trägt sie Spuren ihrer Vergangenheit – fremden Menschen begegnet sie zunächst sehr schüchtern. Doch Anni ist eine kleine Kämpferin: Bei ihrer Pflegemama hat sie mit Geduld und Liebe gelernt, wieder Vertrauen zu fassen. Heute genießt sie Streicheleinheiten und sucht sogar die Nähe.

Amy wurde in einer Kolonie sichergetellt, da ihr das Leben draußen zunehmen mehr zu schaffen machte. Fanny-Betty hat nach einer Kastrationsaktion der Pflegemamis beschlossen innen bleiben zu wollen und sich in ihr Herz geschmust.

Drei Katzendamen, drei Schicksale, ein gemeinsames Happy End. Alle drei haben ein gemeinsames Zuhause gefunden und dürfen nun erfahren, wie schön ein sicheres, liebevolles Leben sein kann.

Minou

Als kleines Kitten wurde sie aus einer betreuten Katzenkolonie auf Gran Canaria gerettet und lebt seit ihrem achten Lebensmonat in Pflege – und wartet seitdem viel zu lange auf ihr eigenes Zuhause. Doch auch für sie hatte dieses Warten hat nun ein Ende: Minou hat ihre Familie gefunden und darf endlich ankommen. Sie genießt ihr neues Leben voller Nähe, Ruhe und Geborgenheit.

Pix & Bix

Bix und Pix hatten keinen guten Start: Die kleine Bix (schwarz) und ihr Bruder Pix (grau-weiß) wurden krank und geschwächt in einem Park in Agüimes gefunden. Doch mit viel Pflege und Liebe haben sie sich großartig erholt. Heute sind sie gesund, verspielt und unzertrennlich – zwei neugierige kleine Entdecker, die gemeinsam die Welt erobern und jetzt ganz vorsichtig ihr neues Zuhause erkunden.

Luna, Sammy & Mila

Luna wurde als winziges Kitten ganz allein auf der Straße gefunden – viel zu klein, um sich dort selbst durchzuschlagen. Zum Glück wurde sie rechtzeitig gerettet und durfte in Sicherheit aufwachsen. Heute ist sie ein zutrauliches, verspieltes und verschmustes Katzenmädchen, das die Nähe zu Menschen und anderen Tieren liebt. Ihr größter Wunsch nach Katzengesellschaft hat sich erfüllt: In ihrem neuen Zuhause hat sie eine Freundin, Finja, gefunden, mit der sie nun spielt, tobt und kuschelt, als hätten sie schon immer zusammengehört. Ein echtes Happy End.

Mila und Sammy hatten keinen leichten Start: Die Geschwister wurden gemeinsam mit ihrer Mama in einer Katzenkolonie entdeckt – vermutlich einfach ausgesetzt. Zum Glück konnten sie rechtzeitig gesichert und auf eine liebevolle Pflegestelle gebracht werden. Dort fassten sie Schritt für Schritt Vertrauen und erkundeten vorsichtig, aber mutig ihre neue Welt. Ihr Happy End folgte ebenfalls diesen April: Gemeinsam durften Mila und Sammy in ihr Zuhause ziehen, wo sie nun sicher und geborgen aufwachsen und ihr neues Leben genießen.

Nana & Nicky

Nana und Nicky hatten keinen einfachen Start: Gemeinsam mit ihrer Mama und den Geschwistern wurden sie aus einem Leben in kalten Betonrohren gerettet. Zum Glück konnten sie in Sicherheit gebracht werden und auf einer liebevollen Pflegestelle aufwachsen. Dort entwickelten sie sich zu verspielten, zutraulichen und neugierigen kleinen Persönlichkeiten, die Schritt für Schritt die Welt entdeckten. Und dann kam ihr Happy End: Nana und Nicky haben gemeinsam ihr Zuhause gefunden und dürfen nun behütet und geliebt groß werden – genau so, wie es jedes Katzenkind verdient.

Oreo

Oreo wurde mit einer Verletzung am Nacken von einer Pflegemami gefunden. Natürlich wurde er eingepackt und medizinisch behandelt. Ihm gefiel es innen so gut, dass er natürlich nicht mehr auf die Straße musste. Er musste gar nicht lange warten, da flatterte ein Liebesbrief für eine soziale Katze, die sich mit Hunden verträgt herein. Und zack, hat Oreo sich diesen Liebesbrief und das Herz seiner neuen Mama geschnappt. In seinem Zuhause fühlt er sich schon pudelwohl.

Xena, Zelda & Kira

Xena und Zelda wurden gemeinsam am Hafen von Arinaga gefunden und auf eine Pflegestelle gebracht. Nach kurzer Zeit hieß es auch für die beiden Köfferchen packen und im Flugmarathon ab ins Glück in ihr Für-immer-Zuhause. Dort dürfen sie in ihrem eigenen Tempo ankommen – sicher, geliebt und gemeinsam.

Unsere Kira war ein Härtefall der besonderen Art. Manche Katzen zeigen deutlich, dass sie Einzelprinzessinen sein möchten. Aber so deutlich wie Kira hat es niemand zu vor gezeigt. Jeglicher Kontakt mit anderen Katzen musste vermieden werden und das ist für die Pflegemamis wirklich eine Herausforderung. Umso glücklicher waren alle, als es hieß „Kira hat verliebt bekommen“. Ihr neues Reich als Einzelprinzessin hat sie schon mutig erkundet und in Beschlag genommen.

Amelio & Bell

Einen schlimmen Start in ihr junges Leben mussten leider die Geschwister Amelio & Bell ertragen. Gemeinsam wurden sie mit ihren beiden Geschwistern Tinka & Smilla (die noch auf der Suche nach einem Zuhause sind) verlassen und ohne Mutter auf der Straße entdeckt. Viel zu jung um alleine draußen zu überleben. Eine Pflegemami nahm sie auf kümmerte sich liebevoll um sie und zog sie mit der Flasche groß. Und auch für die beiden hieß es im April: Dank lieber Flugpaten, auf ins Glück und ins neue Zuhause. Während Bell von Anfang an schon ganz mutig erkundet hat, hat Amelio noch etwas Zeit gebraucht. Doch dann hat es bei ihm plötzlich auch Klick gemacht. Nun genießen beide ihr FürImmerZuhause.

Orea Dulce, Zarina, Hero und Eleni.

Hero trägt seinen Namen nicht ohne Grund: Er wurde ausgesetzt und wäre beinahe einfach verschwunden – doch er hatte Glück und bekam eine zweite Chance. Heute zeigt sich der sanfte Kater als zutraulich, verschmust und angenehm ruhig. Kein Draufgänger, sondern eher der Typ, der sich leise dazugesellt und Nähe genießt. Mit anderen Katzen kommt er gut zurecht, nur Hunde sind nicht sein Ding. Und dann kam sein Happy End: Hero hat sein Zuhause gefunden und ist dort angekommen, als hätte er nie woanders hingehört – endlich sicher, geliebt und genau richtig, so wie er ist. 

Die süße Orea Dulce stand plötzlich vor der Haustür einer unserer Pflegemamas. Sie blickte sie an ich dem Motto: Hey, sieht nett bei dir aus, kann ich hier einziehen? Pflegemama ist diesem Blick natürlich sofort erlegen und Orea Dulce fand ein Zuhause auf Zeit bei ihr. Da sie aber nicht für immer bleiben konnte wurde eine Partnerin für sie gesucht. Bei einer anderen Pflegemami war das hübsche Siammädchen Carina noch alleine. Sie ängstliche kleine Maus wurde ganz alleine auf der Straße gesichtet. Sofort war den Pflegemamis klar, dass aus der mutigen, selbstbewussten Orea Dulce und aderschüchternen Zarina ein super Paar werden konnte. Und sie behalten recht. Dieses Traumduo durfte ebenfalls im April ins FürImmerZuhause fliegen. Sie haben sich nach kürzester Zeit schon so gut eingelebt, dass man fast meinen könnte, sie haben schon immer dort gelebt.

Eleni wurde gemeinsam mit ihren Geschwistern in der Nähe der Finca entdeckt – doch ihre Rettung war alles andere als einfach. Eleni hat alle auf eine sehr lange Geduldsprobe gestellt, bis sie endlich gesichert werden konnte. Auf ihrer Pflegestelle zeigte sie sich mutig, neugierig und voller Entdeckerfreude – bereit für ihr eigenes Glück. Doch sie wurde irgendwie immer übersehen und wartet seit dem Sommer 2023 auf ihren Liebesbrief. Und dann kam er endlich: Nach langer Wartezeit hat auch Eleni ihre Familie gefunden und darf nun in ihrem Zuhause ankommen – und das erkundet sie ganz vorsichtig, aber mutig. Und das Einfühlungsvermögen der Familie hat sich ausgezahlt und Eleni ist schneller als gedacht aufgetaut.

Eine starke Leistung der Flugsekretärinnen

Doch was nach außen wie eine schöne Erfolgsgeschichte aussieht, ist hinter den Kulissen mit enorm viel Arbeit verbunden. Dieser Monat war eine absolute Höchstleistung unserer Flugsekretärinnen, die mit unermüdlichem Einsatz dafür gesorgt haben, dass jede einzelne Katze sicher reisen konnte. Die Organisation solcher Transporte ist komplex und erfordert präzise Planung:

Flüge müssen koordiniert und aufeinander abgestimmt werden, passende Flugpaten für Katzen aus dem Tierschutz müssen gefunden werden, alle offiziellen Dokumente für den Tiertransport nach Deutschland müssen vollständig und korrekt vorbereitet sein, tierärztliche Unterlagen werden geprüft – und am Tag des Abfluges selbst herrscht Ausnahmezustand. Ständige Erreichbarkeit, Mitfiebern, schnelles Reagieren bei Änderungen – oft bis zur letzten Minute.

24 Katzen in einem Monat bedeuten nicht nur 24 glückliche Enden – sondern auch 24-mal Organisation, Verantwortung und Herzblut.

Ohne Flugpaten wäre all das nicht möglich

Unsere Flugpaten sind ein unverzichtbarer Teil dieser Rettungskette. Sie sind es, die unseren Katzen den Weg in ein neues Leben überhaupt erst ermöglichen, indem sie sie auf ihrem Flug nach Deutschland begleiten. Für die Flugpaten selbst ist der Aufwand dabei oft geringer, als viele denken – doch die Wirkung ist riesig.

Ein freier Platz im Flugzeug kann für eine unserer Katzen den Unterschied zwischen Warten und Ankommen bedeuten. Zwischen Straße und Zuhause. Zwischen Unsicherheit und Geborgenheit. Jede Flugpatenschaft schenkt Leben – und Hoffnung.

Wir möchten deshalb nicht nur Danke sagen, sondern auch dazu ermutigen, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen. Wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet, wie eine Flugpatenschaft funktioniert und wie ihr helfen könnt, findet ihr alle Informationen hier

Von ganzem Herzen: Danke an alle Flugpaten, die Teil dieses unglaublichen Einsatzes waren. Ihr habt 24 Leben verändert.

Und am Ende bleibt vor allem eines: tiefe Dankbarkeit.

Dankbarkeit für jeden einzelnen Menschen, der Teil dieses Weges war. Für die, die vor Ort nicht wegsehen und helfen. Für die, die organisieren, planen und oft im Hintergrund Unglaubliches leisten. Für die, die ein Tier aufnehmen, obwohl sie seine Geschichte noch gar nicht kennen – aber bereit sind, ihm eine Zukunft zu schenken.

Wenn wir zurückblicken, sehen wir nicht nur Zahlen. Wir sehen Transportboxen, die sich öffnen. Vorsichtige erste Schritte in ein neues Zuhause. Neugierige Blicke, die langsam Vertrauen fassen. Und wir sehen Familien, die genau in diesem Moment wissen: Das ist unser Tier.

Diese 24 Katzen haben nicht nur ein Zuhause gefunden – sie haben Sicherheit, Liebe und Geborgenheit gefunden. Und vielleicht sogar zum allerersten Mal in ihrem Leben das Gefühl, wirklich angekommen zu sein.

Genau das ist es, was uns antreibt. Auch an den anstrengenden Tagen. Auch dann, wenn die Organisation kaum zu schaffen scheint. Denn jedes einzelne Happy End zählt. Und jedes einzelne Leben ist es wert. Wir gehen diesen Weg weiter – für die, die noch warten.

Und wir freuen uns auf viele weitere Geschichten, die genauso enden dürfen.

Ein Kommentar

  1. Wie wundervoll. 🥰😻
    Danke für eure Arbeit.
    Wir durften Flugpaten sein für Zelda, Xena und Kira im April 2026. Es ist so unkompliziert Flugpate zu sein und man bewirkt so viel. Danke auch an alle Flugpaten und Adoptanten! ♥️🐱

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